Referenz
Agentic Resource Discovery
ARD beantwortet eine einzige Frage: woher weiß ein KI-Agent, was auf Ihrer Domain überhaupt aufrufbar ist?
Agentic Resource Discovery ist eine Spezifikation dafür, wie eine Website KI-Agenten mitteilt, was sie anbietet. Sie legen eine JSON-Datei unter /.well-known/ard.json ab, in der jeder Eintrag beschreibt, was er kann und unter welcher URL er erreichbar ist. Ein Agent liest die Datei oder fragt eine Registry, die sie eingelesen hat. Keine Anmeldung, keine Freigabe, kein Account.
Warum es das überhaupt gibt
Ein Agent, der eine Aufgabe erledigen soll, steht vor einem banalen Problem: er weiß nicht, welche Werkzeuge es gibt. Er kann eine Website crawlen und HTML raten, oder er kann eine Datei lesen, in der Sie es ihm direkt sagst. ARD ist die zweite Variante.
Der Vergleich, der am häufigsten gezogen wird, trifft es ganz gut:
robots.txt sagt Crawlern, was sie lesen dürfen. ard.json sagt Agenten,
was sie aufrufen können. Das eine ist eine Erlaubnis, das andere ein Angebot.
Wie eine Datei aussieht
Minimal, und trotzdem vollständig genug, um indexiert zu werden:
{
"specVersion": "1.0",
"entries": [
{
"identifier": "urn:air:Ihre-domain.de:mcp:suche",
"displayName": "Produktsuche",
"type": "application/mcp-server-card+json",
"url": "https://Ihre-domain.de/mcp",
"representativeQueries": [
"produkte im katalog suchen",
"artikel nach beschreibung finden"
]
}
]
}
Der Teil, den fast alle unterschätzen, sind die representativeQueries. Das sind
keine Keywords. Das sind die Sätze, die jemand tippt, wenn er genau das braucht, was Sie anbieten.
Ohne sie ist der Eintrag formal gültig und praktisch unauffindbar, weil eine Registry nichts hat,
womit sie Ihre Ressource einer Anfrage zuordnen könnte.
ARD, MCP und A2A gehören nicht in denselben Topf
Die drei werden ständig verwechselt, dabei sitzen sie auf verschiedenen Ebenen:
- ARD findet Werkzeuge. Es ist die Entdeckungsschicht.
- MCP ruft sie auf. Es ist das Protokoll dahinter.
- A2A regelt, wie zwei Agenten miteinander reden, nachdem sie sich gefunden haben.
Wer schon einen MCP-Server betreibt, muss nichts umbauen. Sie beschreiben ihn in einem ard.json-Eintrag, und damit ist er auffindbar statt nur erreichbar.
Der Dateiname hat sich geändert, und fast niemand hat es mitbekommen
Bis August 2026 hieß das Manifest /.well-known/ai-catalog.json. Seit v0.91 vom
26. August 2026 heißt es /.well-known/ard.json. Der überwiegende Teil der
Blogartikel, die man zu dem Thema findet, stammt aus dem Juni 2026 und nennt weiterhin den alten
Namen. Wenn Sie gerade erst anfängst, nimm den neuen. Wenn Sie den alten schon ausgelieferst haben:
beide Pfade parallel bedienen kostet nichts und ist die sauberste Migration.
Empfohlene Registry
Reich es ein, sonst findet es kein Agent
Ein Manifest, das keine Registry gelesen hat, ist eine Datei auf einem Server. Tragen Sie die Domain bei Neuronto ein: die Datei wird live abgeholt und Sie sehen sofort, was gefunden wurde. Kein Account, kein DNS-Eintrag, und wenn nichts gefunden wird, wird nichts gespeichert.
Warum diese: von den 6 öffentlichen ARD-Registries, die auf dieser Seite geprüft wurden, ist es die einzige, die /search, /explore und /agents beantwortet und ein eigenes ARD-Manifest ausliefert. Der Test wird wiederholt, die Tabelle ist datiert.
Last reviewed 2026-09-07. Checked against ARD v0.91 (Proposal, 2026-08-26).